Nebeleiche

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Asche

Anorexa der Gefühle

Hunrig frisst sich die Droge durch meinen doch schon so gezeichneten Schädel.. Gedächtnislücken sind wie tiefe Krater in das schlecht durchblutete Fleisch gerissen. Meine Augen zu engen Schlitzen zusammengekniffen, stirnrunzelnt und ach so alt sitze ich hier. Auf der Suche nach dem Sinn der Frage die mir den geordneten unfraglichen Gedankengang raubt. Reihenweise Gefühlswellen der mächtigen Vertrauensflut reißen mich mit. Schwemmen mich wie einen schweren Felsblock durch das Flußbett.. Ich stoße mit so vielen Steinen zusammen und beginne meine wahres ich zu schleifen, die Gesellschaft raspelt an meinen scharfen Kanten.. Versucht sich meiner Form und Farbe anzunehmen, zu bestimmen was mein Wille ist, ihn zu verändern, dem Glauben zu schenken was meiner Prinzipen gerade so recht wird. All das ohne mein Wissen, ohne meiner Zustimmung. Schon Meilen weit hat mich dieses Flußbett geschoben, immer kleiner werden lassen, mich einer einheitlichen Form und Farbe angepasst. Einfach meine Individualität getretten und gesteinigt, mit Rücksicht auf die geringe Übelebenschance ließen sie mir einen letzten Wunsch. Was könnte mein letzter Wunsch sein? Möcht ich noch einmal in deinen Armen liegen, möcht ich so weit sein mir die eine oder andere, mir so scheinend, wichtige Frage erneut oder neu zu stellen. Wie möchte ich von hier gehn, mit dem Gefühl von Geborgenheit oder der absolut schwachsinnigen Idee, bis an das Ende seines Lebens recht gehabt zu haben. Ich glaube ich würde deine Nähe erwählen wollen, aber, vor lauter Zweifel und Angst, mich für mein so erfüllendes Wissen entscheiden.
Mitleidtragende sollten wissen das es nicht nötig ist sein Leid in diesem Moment oder dieser Art von Schwäche weder lohnent zu erwähnen, gar umzusetzen.
Komplexe Gedanken jagen durch meinen Kopf, lassen mich vor dem nächsten Tag grauen. Diese vermaledeite Unwissenheit verwirrt mich, taktisch klug natürlich, ohne Frage, aber ohne Herz und Verständniss zur menschlichen Belastungsgrenz. Ein Kilo Gewicht, an beiden Händen, ausgestreckte Arme und der tierische Wettkampf gegen den Schmerz. So bloßgestellt und nutzlos kommst du dir in dieser Situation vor. Bedeutung, wenig, sehr wenig. Deine Bedeutung von Grund auf, Bestimmung ausgeschlossen. Das ist ein Fehler, vergesse nie ein Geheimniss zu lösen du bereust es und der Gedanke zur Unwissenheit zu pledieren, lässt mich fallen. Ein unangenehmens Fallen, anziehendes Ende, Boden, Nichts, in was auch immer ich fallen mag. Losgelassen von mir selbst schwebe ich im Hierundjetzt, trotz unglaublich erscheinender Szenen einer Gedankenstromsprengung betrachte ich alles weiter. Dringe immer weiter in die geschichtete Maximalität der Objektivität hinein. Zum Kern der Allwissenheit vordringen, das ist das dreist und frech gesetztes Ziel meines Lebens. Aber was ist mit den anderen wichtigen Dingen des Überlebends? Kann ein Mensch doch nicht nur von der Liebe zum Wissen leben, sondern braucht die Liebe zu sich selbst und voralledem die Liebe anderer Menschen, anderer gequälter Seelen deren Schmerzesheilung du, du selbst beiwohnen darfst, vielleicht sogar daran mitwirken kannst. Um auf meine Üerschrift zurück zukommen.. Mager ist die Sucht, wenn die auf ein liebendes Herz stößt, auf wenig fruchtbaren Boden trifft sie dort. Doch in einem einsamen Herz muss nur ein neuer Gedanke der dunkelen Saat auf den dürren Boden fallen, gräbt sich sofort in den kargen, erfrohrenen Acker und lässt sogleich ein Dornenbüschlein sprießen, spießt im herausschießen eine kleine Feldmaus auf und miemt eine neue, angreifende Waffenart. Spezialisiert auf erbarmungslosen Exitus aller "Gespießten Narren". Auch ich bin ein Narr, ein ulkiger, kranker Geist der es nicht vermag in diesen langen Text sich eine einzige wirklich relevante Frage zu stellen. Ich solte warten und hoffen das lösende Wort zu finden, sollte ich dieser Aufgabe gewachsen sein, ich werde fortfahren. Auf diese Frage, such die Antwort. Wenn du nicht weißt, welches die Frage ist, die ich mir stelle, dann, dann hast du diesen Text verstanden und meinen Sinn der Unsinnigkeit geschätzt betrachtet. Danke.
2.11.06 23:12


Ich wollte nie über die Liebe schreiben

Liebe, das kranke, paradoxe Gefühl von Glück.
Früher geliebt, nun geächtet.
Durch die Veränderung des Seins, vergessen und verdrängt.
Die Droge zu gut, der Leib und die Seele zu schwach.
Trug und Lug zerfleischen mich.
Steinigen meine Liebe, lassen meine Lust verhungern.
Mein Herz fragt nach dem Ende, bittet um neue Flügel.
Es streift die alte Haut ab und überdenkt seine neue Hülle.
Wie soll sie sein? So wie ich bin?
Glänzend, schillernd , unverkennbar der Lug,
ODER
kalt und leer, voller Zweifel, das kann doch nur der Trug sein.
So bin ich nicht.
NEIN
Ich sah dich und du warst so unglaublich schön.
Ich spürte dich und wollte dich nie wieder loslassen.
Ich lernte dich zu kennen und du warst mir so vertraut.
Was ist geschehen.
Dein Blick schlägt und verurteilt mich jedes Mal aufs Neue.
Deine Umarmung, so kalt geworden.
Deine Freude, wenn, unsichtbar im Spiegel deiner Augen.
Ich vermisse dich.
Du bist weiter entfernt, als du mir je Nahe warst.
Wollte doch nur bei dir sein.
STOP
Diese Liebe ist krank und unmöglich.
Ein dünnes Garn, gesponnen in dem Hirn, welches vermag sich an einer solchen Liebe fest zuhalten.
Ein krankes Hirn.
Lass mich los, oder sei mir nah.
Ich kann das so nicht mehr, es tut viel zu sehr weh.
Vierteile und verschandele meinen Geist und lass meine Liebe erstarren.
Bitte tu mir nur noch diesen einen Gefallen und sprich zu meinen drecks Ego.
Sag mir nur noch eins.
Sag, dass du mich hasst.
Sag es um mich zu befriedigen.
Sodass ich endlich genug gewollte Trauer in mir habe, um mich loszulassen.
Lass mich ziehen.
Hörst du das?
Merkst du was?
Tu’ s einfach.
Lass mich an meinem verdammten Ego verrecken.
Sag, dass du mich hasst.


Deine zahrten Klauen.

30.8.06 02:13





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