Nebeleiche

Fällt die Frucht...
  Startseite
    Windhauch
    Asche
    Glut
  Archiv
  Gezeitenwurzel
  Mondstamm
  Ästerwald
  Krähenkrone
  Gästebuch
  Kontakt

...wächst ein Baum.

http://myblog.de/nebeleiche

Gratis bloggen bei
myblog.de





rostige Tränen tragen das Böse aus dir heraus
Sandkörner scheinen dich zu überrollen
Sehnsüchte verbrennen dein Selbst und triumphieren über die falsche Vernunft
Maden zerfressen deine Seele wie einst das Obst des Baumes reiner Freude
Laster ziehen dich, hinunter, lassen dich versinken in das nebelige Moor der Sucht
ein Stuhl hängt, an einem alten Tau, an der Achse der Erde und darauf geschnallt sitzt du
Beine so leicht und Arme so schwer, bricht dir die Fähre ins Nichts das Genick deines letzten Verstandes
die Kerze die auf deinem Kopf geschnallt ist flammt auf
kalter Schrecken
schrille Angst
unerwarteter Schock
beängstigende Freude
unglaublicher Wahnsinn
Gefühle übertönen den Verstand, sie schreien dich an
der Fall
der Laut
der Augenschlag
der Aufprall

das Ende.

doch nein
du erwachst
befreit von deinem Traum wieder in der Realität angekommen
allein
süße Verzweiflung nascht du erneut
behaftet mit Wolllust
jedes Mal
neues Leid
überdeckt von dem Zucker
Zucker der viel zu süß ist
kannst dich nicht befreien aus der Trance

Droge Hass
Untermensch Arier
Süße
Taubheit

Alkohol Grab
Leere Enge
Lust Warnung
Esel Ochse
Sex Leichtsinn
Lärm
Tod

geh e
seh e
versteh e
fleh e.
24.8.06 03:30


Ich wollte nie über die Liebe schreiben

Liebe, das kranke, paradoxe Gefühl von Glück.
Früher geliebt, nun geächtet.
Durch die Veränderung des Seins, vergessen und verdrängt.
Die Droge zu gut, der Leib und die Seele zu schwach.
Trug und Lug zerfleischen mich.
Steinigen meine Liebe, lassen meine Lust verhungern.
Mein Herz fragt nach dem Ende, bittet um neue Flügel.
Es streift die alte Haut ab und überdenkt seine neue Hülle.
Wie soll sie sein? So wie ich bin?
Glänzend, schillernd , unverkennbar der Lug,
ODER
kalt und leer, voller Zweifel, das kann doch nur der Trug sein.
So bin ich nicht.
NEIN
Ich sah dich und du warst so unglaublich schön.
Ich spürte dich und wollte dich nie wieder loslassen.
Ich lernte dich zu kennen und du warst mir so vertraut.
Was ist geschehen.
Dein Blick schlägt und verurteilt mich jedes Mal aufs Neue.
Deine Umarmung, so kalt geworden.
Deine Freude, wenn, unsichtbar im Spiegel deiner Augen.
Ich vermisse dich.
Du bist weiter entfernt, als du mir je Nahe warst.
Wollte doch nur bei dir sein.
STOP
Diese Liebe ist krank und unmöglich.
Ein dünnes Garn, gesponnen in dem Hirn, welches vermag sich an einer solchen Liebe fest zuhalten.
Ein krankes Hirn.
Lass mich los, oder sei mir nah.
Ich kann das so nicht mehr, es tut viel zu sehr weh.
Vierteile und verschandele meinen Geist und lass meine Liebe erstarren.
Bitte tu mir nur noch diesen einen Gefallen und sprich zu meinen drecks Ego.
Sag mir nur noch eins.
Sag, dass du mich hasst.
Sag es um mich zu befriedigen.
Sodass ich endlich genug gewollte Trauer in mir habe, um mich loszulassen.
Lass mich ziehen.
Hörst du das?
Merkst du was?
Tu’ s einfach.
Lass mich an meinem verdammten Ego verrecken.
Sag, dass du mich hasst.


Deine zahrten Klauen.

30.8.06 02:13


Ein Paar Gedichte- Vertrauen zum Wort



Das alles sind Zeugen und Erzeugnisse einer alten Zeit, doch ich habe Angst. Angst diese so geliebTEN Gefühle neu zu erwecken, auferstehen zulassen. Wenn du sie nun lesen solltest, möchte ich dir sagen, dass dies keine Ideen oder Erfundenes ist. Sondern schon einmal Gefühltes und nie Vergessenes.
Die meisten dieser Texte habe ich in einer Klink verfasst und dort bis vor kurzem, zu hassen gelernt.
Lesen, oder nicht lesen. Das ist nun die Frage.
Die Frage an dich.



5.10.2005
Wirrer Junge

Verwirrt treibst du hinfort,
auf den Wellen der Angst reitest du dahin,
gefangen in den Fluten.
Du schaust dich um, drehst dich im Kreis umgeben von heißen,
aber doch so eiskalten Fontänen windest du dich im Dunkel.
Schwarze Flecken werden größer,
weiße Wände Rücken näher.
Farben scheinen grell und tonlos.
Töne klingen in deinem Herz,
was wärst du,
du verwirrter Junge, ohne Schmerz.

(Für einen Freund)



Krähenkreise

Wie ein Pendel der Zeit kreisen die Krähen über den Hälsen der Geköpften. Die majestätischen Schwingentiere ziehen wunderbar durch die Lüfte. Der Wind streicht durch ihr glänzendes Gefieder, das sanfte, silberne Mondlicht spiegelt sich in den so unbeschreiblichen Augen wieder. Fast unnahbar kommen mir diese Kreaturen vor, wie Hölle und Himmel verbinden sie das Gute und das Böse. Als Heimat den Himmel, schweben sie ohne jeglichen Zweifel, triumphierend über unsere Köpfe hinweg. Wir, die stumpfsinnigen, kopflosen Zweibeiner halten uns dafür bestimmt, den Himmel zu stürmen. Doch in die Hölle wollen wir keinen Fuß setzen, aber sie tragen uns herab, die Richter des Himmels. Hinab tragen sie uns, mit den spitzen Krallen bohren sie dem Toten in die Schultern. Packen dich an deinen Fäden, richten dich auf, wie eine Puppe des Spielmanns wankst du im Nichts. Schwankst über dem schwarzen Untergrund nur gehalten durch die Sehnen, die wie Schlaufen aus deinen Schultern herausgerissen worden sind. So tragen sie dich hinab. Lassen dich fallen, über den Schlund der Hölle. Du fällst weiter, der Schoss des Höllenvaters umschließt dich wärmend. Du wähnst dich im Schutz des unendlichen Feuerkleides, doch plötzlich zerreißt der rote Samt. Schreie dringen an dein Ohr, du siehst Gesichter. Von Menschen die du nie gekannt, dir aber trotzdem nicht fremd. Das flüstert die Stimme die in meinem Kopf hämmert. Im grausam verhängnisvollen Takt, der Erlösten, bald wahnsinnig gequälten Seelen, für uns falsch, aber was ist schon richtig?






FRAGEN…

WAS IST DAS LEBEN WERT?
WARUM KANN ICH NICHT EINFACH TOT SEIN, MIR DAS LEBEN NEHMEN?
WARUM HABE ICH SOLCHE GEDANKEN?
WARUM GEHEN SIE NICHT WEG?
WARUM KANN ICH MEINE GEFÜHLE NICHT VERSTECKEN?
WARUM TUT ES SO WEH?

FRAGEN, FRAGEN… BLOß FRAGEN! KEINE ANTWORTEN!!

GIB MIR ANTWORTEN, WENN DU WELCHE WEISST. WER IMMER DU BIST, WO IMMER DU LEBST. SAG MIR „warum“, ICH WILL ES WISSEN!

IST ES DER RICHTIGE WEG?
WAS KOMMT NACH DEM TOD?
WIRD ES BESSER, ODER VIELLEICHT AUCH SCHLECHTER?
IST ES DIESES RISIKO WERT?
KANN ICH SO WEIT GEHEN UND SO VIELE LEUTE VERLETZEN?
SOLL ICH ES TUN, DAS LETZTE BISSCHEN LEBENSLUST WEGWERFEN?
WURDE MIR NICHT SCHON GENUG WEHGETAN, HABE ICH NICHT SCHON ETWAS MEHR ALS EIN PAAR „ANDERE“ GELITTEN?

FRAGEN, FRAGEN… DIE ICH NICHT STELLEN DÜRFTE!!

DARF EIN MENSCH ÜBERHAUPT SO WEIT GEHEN UND ÜBER SEIN LEBEN UND SEINEN TOD ENTSCHEIDEN!? ER DARF DOCH NICHT DAS „höchste geschenk“, DAS ER JE ERHALTEN HAT EINFACH SO VERACHTEN, ODER?! ICH WEISS ES NICHT! DESWEGEN FRAGE ICH DICH!

WAS IST WENN ICH SO WEITERLEBE?
WÜRDE ES IRGENDWANN BESSER WERDEN?
KANN MIR JEMAND HELFEN?
WERDE ICH DANN ENDLICH FREI SEIN UND WIEDER SPASS AM LEBEN HABEN?
WIRD ES JEMALS NOCH SO KOMMEN?

FRAGEN, FRAGEN… DIE, DIE LETZTE HOFFNUNG AUSDRÜCKEN!!

DER LETZTE FUNKE HOFFNUNG DARF DOCH NICHT ERLISCHEN! KRAFT! ICH BRÄUCHTE NEUE KRAFT, DIE DAS LEBENSFEUER WIEDER AUFLODERN LASSEN KÖNNTE!!

KANN DIES ALLES MÖGLICH SEIN?

EINE FRAGE, DIE NIEMAND BEANTWORTEN KANN…

… „AUßER ICH“…


ABER DIE WICHTIGSTE FRAGE IST:

WER BIN ICH!?

ICH WEISS ES NICHT…



Bäume so still

Bäume so still,
aber doch so schuldig.
Leise bewegen sich ihre Äste,
wie ein Seil umschlingen sie meinen Hals.
Die Blätter bohren sich wie Dornen in meine Adern.
Sie ziehen mir den letzten Rest an Lebenswillen aus meinem
kalten Körper.
Meine Haut wird weiß,
das Licht wird heller,
Zeit kommt, Zeit geht.
Ihr werdet mich finden,
eisig,
farblos,
elendig erdrosselt,
unter dem uralten Baum der Zeit.



In mir


In mir fließt Blut,
Blut das meine Adern verstopft,
die durch den schwarzen Fleck in mir,
zu meiner verhassten,
jämmerlichen Seele führen.
Wie eisiges Wasser, das durch eine lange,
nicht enden wollende Röhre schießt.
Wie Sand der durch die Sanduhr fließt,
erhitzt von der elend,
untergangbringende Sonne,
befestigt durch nichts,
rieselt er ins Schwarze.
Unaufhaltsam in das pechschwarze dunkel,
der frostdurchzogenen,
verregneten Wüstennacht.







Kalte Tränen


Kalte Tränen,
die sich über meine leblosen Wangen ihren Weg bahnen.
Ihren Ursprung aus den dunklen,
sinnlosen Gruben,
die meinen kalten,
starren Blick beherbergen.
Umrandet von den Tränen meines Fleisches,
schwarzer,
dickflüssiger Masse,
die sich mein Blut nennt.
Über die Wangen zu einem nach Blut lefzenden,
tiefen Loch,
dass in das faulende Innere meines ICHS führt.
Wie Säure ätzt sich der Schrei nach Leben durch meinen Schlund.
Doch er verstummt…

Falls du dir nun wirklich all diesen Müll und Schrott durchgelesen haben solltest, dann vergiss ihn auf der Stelle wieder und schaffe erneut Platz für das ganze uns noch verbehaltenen Wissen.
Trotzdem vielen Dank für deine Aufmerksamkeit.
30.8.06 03:15





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung